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Topic       : TOS - das Betriebssystem
Author      : 
Version     : tos.hyp (5. März 2013)
Subject     : Programmieren/Atari
Nodes       : 3001
Index Size  : 93602
HCP-Version : 5
Compiled on : Atari
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View Ref-File7.2  Grundlagen des VDI                                            TOS

Das VDI (Virtual Device Interface) bildet die untere Hälfte des GEM; 
es ist sozusagen die Grundlage aller AES-Funktionen.

Auch wenn man mit dem VDI normalerweise primär Funktionen zur 
Grafikausgabe verbindet, erstreckt sich der Aufgabenbereich auch auf 
Eingaben (wie z.B. per Maus oder Grafiktablett). Das VDI ist also eine 
Betriebssystemschicht zur Ansteuerung von (im weitesten Sinn) 
grafikorientierten Aus- und Eingabegeräten. Dieser Abschnitt 
beschreibt die Punkte:

Bindings des VDI
Clipping
GDOS
GDOS-Treiber
Koordinatensysteme des VDI
Line-A Routinen
Metafile-Format
NVDI
Off-Screen-Bitmaps
OUT-Dateiformat
Rasterformate
SpeedoGDOS
Vektorfonts
Workstations des VDI
XIMG-Format

Wie das Wörtchen 'Virtual' bereits andeutet, können dabei fast alle 
Funktionsaufrufe auf jedes verfügbare Ausgabegerät (Bildschirm, 
Drucker, Plotter, Diabelichter etc.) angewendet werden. Es spielt also 
keine Rolle, ob man Kreise malen oder Texte ausgeben möchte: dies kann 
immer mit den gleichen Betriebssystemfunktionen realisiert werden.

Die Wurzeln des VDI liegen im CP/M-GSX-System, das Anfang der 80er 
Jahre aus dem Bedarf für eine portable Grafikschnittstelle für die 
damals dominierenden CP/M-Systeme entstand. Ähnlichkeiten in 
Funktionen und Bezeichnungen zum GKS (Grafisches Kern-System) sind 
daher keineswegs zufällig, sondern von den Entwicklern bei Digital 
Research voll beabsichtigt gewesen.

Das VDIerfüllt den ANSI-Standard X3H3.6CG-VDI.

Querverweis: Style-Guidelines