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Topic       : TOS - das Betriebssystem
Author      : 
Version     : tos.hyp (5. März 2013)
Subject     : Programmieren/Atari
Nodes       : 3001
Index Size  : 93602
HCP-Version : 5
Compiled on : Atari
@charset    : atarist
@lang       : 
@default    : Titel
@help       : 
@options    : +g -i -s +x +zz -t4
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View Ref-File7.2.2  Das GDOS                                                    TOS

Einige Funktionen des VDI können erst nach der Installation des GDOS 
aus dem AUTO-Ordner heraus richtig benutzt werden. Grundsätzlich 
ermöglicht das GDOS (Graphics Device Operating System) beliebige 
Gerätetreiber und Zeichensätze zu laden, und dann zu benutzen.

Es ist dabei völlig unabhängig vom verwendeten Gerät. Gerätespezifisch 
sind nur die nachzuladenden Treiber, die die VDI Funktionen auf dem 
entsprechenden Gerät realisieren. Bei genauer Kenntnis des 
Treiberformats ist es so möglich beliebige, und auch exotische 
Ausgabegeräte als VDI Ausgabegerät zu betreiben.

Mit residentem GDOS erhöht sich die Zahl der Verfügung stehenden VDI- 
Funktionen, während alle anderen Funktionen voll funktionsfähig 
bleiben bzw. einen erweiterten Ausgabeumfang erhalten. Umgekehrt ist 
das aber nicht so, Funktionen, die GDOS benötigen, führen ohne 
residentes GDOS zum Absturz des Rechners.

index=2997
Abb: Der Stammbaum der GDOS-Familie Daher ist es in einigen Fällen wichtig zu wissen, ob überhaupt ein vollständiges GDOS installiert ist. Atari hat zu diesem Zweck das folgende Verfahren dokumentiert: Der Trap-Dispatcher verändert den Eingabewert -2 für Register D0 genau dann, wenn ein GDOS installiert ist. Viele Compiler stellen die Funktion vq_gdos zur Verfügung die genau dann einen Wert von 0 zurückliefert wenn kein GDOS installiert ist. Diese Funktion basiert im wesentlichen auf dem folgenden Code: vq_gdos: move.w #-2,d0 trap #2 cmp.w #-2,d0 sne d0 ext.w d0 rts Wichtiger Hinweis: vq_gdos liefert nur die Information, ob ein GDOS vorhanden ist, oder nicht. Es wird nichts darüber ausgesagt, um welches GDOS es sich handelt bzw. welche Fähigkeiten das installierte GDOS besitzt. So läßt sich mit Hilfe dieser Funktion beispielsweise das AMC-GDOS nicht von SpeedoGDOS oder NVDI unterscheiden. Vorsicht: Die GEM-Versionen des niederländischen Softwarehauses "ABC" (ABC-GEM 2.x) stürzen bei diesem Aufruf ab. Allernativ gibt es noch vq_vgdos (_vq_gdos): vq_vgdos: move.w #-2,d0 trap #2 rts Als Rückgabe erhält man: Name Wert GDOS Type GDOS_NONE -2 GDOS not installed. - Any other value. GDOS 1.0 or 1.2 GDOS_ATARI 0x0007E88A GDOS 1.1 von Atari Corp. GDOS_AMC 0x0007E864 AMC-GDOS von Arnd Beissner GDOS_AMCLIGHT 0x0007E8BA GEMINI-Spezial-GDOS von Arnd Beissner - 0x3e5d0957 ttf-gdos von Trevor Blight GDOS_FNT 0x5F464E54 ('_FNT') FONTGDOS GDOS_FSM 0x5F46534D ('_FSM') FSMGDOS - 0x66564449 ('fVDI') fVDI Die aktuellen (und leistungsfähigsten) Versionen sind das SpeedoGDOS und NVDI (ab Version 3.0), die es u.a. erlauben Vektorzeichensätze im TrueType, Type-1 bzw. Speedo Format zu verarbeiten. NVDI liegt auch in einer speziellen Macintosh-Version vor (NVDIMac), und ermöglicht es jedem Programm das über GDOS ausgeben kann (in Verbindung mit MagiC Mac), seine Ausgaben auch auf Apple-Druckern und im Netzwerk tätigen zu können. Querverweis: ASSIGN.SYS-Datei Grundlagen des VDI Style-Guidelines